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Besonderer Tag für die Familienpflegerinnen der Ritaschwestern
Mariä Heimsuchung - Das Fest der Familienpflegerinnen
Am 2. Juli ist das Fest "Mariä Heimsuchung". Die Familienpflegerinnen feiern diesen Tag als ihr Patrozinium. In der Begegnung der beiden Frauen Maria und Elisabet steckt vieles, was die Arbeit der Familienpflegerinnen ausmacht, etwa die Solidarität unter Frauen, einfühlsame Anteilnahme, gegenseitige Unterstützung, das Auf-den-Weg-machen zu Menschen, die Hilfe brauchen. Im letzten Jahr waren die Angestellten der Familienpflegestation zum morgendlichen Gottesdienst bei den Ritaschwestern eingeladen gewesen. Das hat ihnen so gut gefallen, dass sie in diesem Jahr den Wunsch äußersten, den Tag wieder mit einen gemeinsamen Gottesdienst und dem anschließenden Frühstück beginnen zu dürfen.
Stefanie Leutner und ihr Tochter Vivien am Tag Mariä Heimsuchung in der Kapelle des Mutterhauses der Ritaschwestern.

Domkapitular Dr. Helmut Gabel zelebrierte am Morgen des 2. Julis die Eucharistiefeier in der Kapelle des Mutterhauses der Ritaschwestern. Sie begann um 6.55 Uhr. Dr. Gabel erinnerte daran, dass Begegnungen die gegenseitige Wertschätzung der Menschen zum Ausdruck bringt. Mit Fürbitten und eigenen Liedern beteiligten sich die Familienpflegerinnen in besonderer Weise am Gottesdienst. Und Vivien, die Tochter der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Stefanie Leutner, brachte die Gaben Brot und Wein an den Altar.

Fürbitte: Dass wir als Christen deine Liebe zu den Menschen bringen.
Liedruf: Um Glauben, um Hoffnung, um Liebe bitten wir, um Alltag, im Jetzt, sei da, sei uns nahe, Gott.

Fürbitte: Unsere Familienpflegerinnen arbeiten oft in Familien, die in schwierigen Lebenssituationen sind.
Liedruf: Um Stärke, Beherztheit, um Beistand, bitten wir, in Ohnmacht, in Angst, sei da, sei uns nahe, Gott.

Fürbitte. Wir erleben immer wieder aussichtslose Situationen, Gebrochenheit und Krankheit. Wir bringen alle Familien mit, die davon betroffen sind und denken heute besonders an unsere Kollegin Susanne und an Pater Armin Sixt von den Claretinern.
Liedruf: Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft, bitten wir, in Krankheit, in Not, sei da, sei uns nahe, Gott.

Fürbitte: Wir Familienpflegerinnen sind als Mitarbeiterinnen mit den Ritaschwestern unterwegs. Deshalb bitten wir:
Liedruf: Dass du, Gott, mit uns gehst, uns segnest, bitten wir. Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.

 

Das Fest Mariä Himmelfahrt:

Am Fest Mariä Heimsuchung gedenkt die Kirche der Episode, die im Lukasevangelium 1,39 im Anschluss auf die Verkündigungsszene erzählt wird. Maria macht sich auf den Weg, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen (daher „Heimsuchung“) und die Freude mit ihr zu teilen. Elisabet, mit Johannes dem Täufer selbst im sechsten Monat schwanger, grüßt Maria mit den Worten: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“

Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied, dem Magnificat. Aufgrund ihres Glaubens preist Maria im Magnificat Gott als den, der sich ihr und allen Geringen, Machtlosen und Hungernden zuwendet, um sie aufzurichten, dagegen die Mächtigen, Reichen und Hochmütigen von ihren Thronen stürzt. Außerdem sagt Maria voraus, dass alle kommenden Generationen sie selig preisen werden.

Das Magnificat gilt als einer der bedeutendsten biblischen Texte und hat zu immer neuer Auseinandersetzung angeregt. Es nimmt die Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und die „umwertende“ Bedeutung seines Kreuzes vorweg.


Das Magnificat:

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

 

Veröffentlicht: 02.07.2010 Irene Konrad