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Einen freudigen Tag erlebte die Gemeinschaft der Ritaschwestern am 5. September 2020. In einem feierlichen Gottesdienst in der Kapelle des Würzburger Mutterhauses legte Schw. M. Katharina-Elisabeth Glombik OSA ihre erste Profess ab. Vor Gott und Generaloberin Schw. Rita-Maria Käß schloss sie sich in ihrer zeitlichen Profess verbindlich der Ordensgemeinschaft an.

„Dreifaltiger Gott, du hast mich nach deinem Abbild geschaffen und in der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Du hast mich berufen, in der Nachfolge Christi mein Leben dir und den Menschen zu schenken“, beschrieb Schw. Katharina-Elisabeth in ihrer Professformel vertrauensvoll den Grund, Gott ihr Leben zu weihen. Im Beisein ihrer Formationsleiterin Schwester Teresa Reulbach, ihrer Mitschwestern und von Verwandten und Weggefährten gelobte die neue Professschwester für die Zeit von drei Jahren Gott geweihte Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam.

Ihr handschriftliches Professversprechen unterschrieb Schw. Katharina-Elisabeth auf dem Altar, genauso wie Generaloberin Schw. Rita-Maria und Domvikar Dr. Roland Baule aus Hildesheim, der die feierliche Eucharistiefeier zelebrierte. Der Gottesdienst enthielt zahlreiche Riten und Symbole wie die Befragung der Novizin, ein stilles Gebet um den Heiligen Geist, das feierliche Professversprechen mit der Überreichung an die Generaloberin, die Segnung und Übergabe der Professkerze, des Professkreuzes und des Ordenskleides sowie die Annahme der neuen Professschwester mit herzlichem Applaus und persönlichen Worten und Gesten der Mitschwestern. Besonders anrührende Momente waren das Zeigen des unterschriebenen Professversprechens sowie der Einzug der strahlenden Professschwester nach dem Anlegen des Ordenskleides.

Zelebrant Domvikar Baule betrachtete Schw. Katharina-Elisabeths Professversprechen als Echo auf Samuels Berufung im Tempel von Jerusalem (1.Samuel 3,1-10). Ihr persönliches „Hier bin ich, Herr. Ich bin bereit“ sei wie ein Wiederhall dessen. Schon als Ministrantin im Hildesheimer Dom habe Katharina Glombik ihr geistliches Interesse und ihren religiösen Sinn gezeigt und „nach der Spur ihres Lebens gesucht“. Wie jeder Lebensentwurf basiere auch das Ordensleben auf einem festen Grund, auf den mutigen Schritt hin zum Ziel und auf der Entschiedenheit, den gefassten Beschluss durchzutragen.

„Wir müssen als Christen von Gott erzählen und seine Nachfolge mit unserem Leben und Handeln bezeugen“, freute er sich über Schw. Katharina-Elisabeths Versprechen zum Evangelium und zur Geschwisterlichkeit. Der Orden und das ganze Bistum Würzburg seien zu beglückwünschen und zu beneiden um die neue Ordensschwester, meinte Pfarrer Dr. Baule. Mit den Liedern „Du bist lebendiges Wasser“ und „Du musst das Ziel nicht erreichen, das Ziel wird dir geschenkt“ drückte die Festgemeinschaft ihr Vertrauen auf die Kraft Gottes und dessen Wirken in der Welt aus. Auch bei der Vesper zum Abschluss des Festtages standen der Dank und das Lob Gottes im Mittelpunkt.

Schw. Katharina-Elisabeth Glombik ist 30 Jahre alt. Sie stammt aus Hildesheim in Niedersachsen. Nach ihrem Fachabitur im Jahr 2010 absolvierte sie in einem katholischen Bildungshaus in Goslar ein Freiwilliges Soziales Jahr. Danach studierte sie an der Katholischen Hochschule in Mainz Praktische Theologie. Dieses Studium schloss sie 2015 mit dem Bachelor of Arts ab und begann in Würzburg ihre Ausbildung zur Gemeindereferentin.

Während ihres Schulpraktikums lernte Schw. Katharina-Elisabeth die Ritaschwestern kennen und spürte ihre Sehnsucht, in dieser Ordensgemeinschaft „ganz für Gott zu arbeiten“. Seit ihrem Eintritt ins Kloster wurde sie im Postulat und dem zweijährigen Noviziat von Schw. Teresa Reulbach und den Mitschwestern im Formationskonvent Himmelspforten als Ritaschwester ausgebildet und wuchs so in die Gemeinschaft der Ritaschwestern hinein. Mit dem Ablegen der Ordensgelübde beginnt für Schw. Katharina-Elisabeth das Juniorat. Es dauert bis zur Profess auf Lebenszeit.

Im Jahr 2018 wurde Schw. Katharina-Elisabeth von Bischof Franz zur Gemeindereferentin beauftragt. Ab Oktober dieses Jahres wird sie mit halber Stelle als Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft St. Kilian Würzburg-West und damit in Waldbüttelbrunn, Greußenheim, Hettstadt und Rossbrunn/Mädelhofen arbeiten. Mit der anderen halben Stelle hilft sie in der Berufungspastoral der Gemeinschaft der Ritaschwestern mit.

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